Es ist erst wenige Tage her, dass Schlagersänger NIC („Einen Stern“) sich öffentlich und offiziell aus der Musik zurückzieht und dabei an den großen Playern von TV und Rundfunk kein gutes Haar lässt. So seien nach Einschätzung von NIC immer dieselben Stars im TV zu sehen und bemängelt dabei, dass man ohne „Vitamin B“ (Anm.d.Red.: gute Beziehungen in die Branche) keinerlei Chance hat, als Newcomer überhaupt sinnvoll wahrgenommen zu werden. Ebenso soll es Redakteure geben, die eher ein (homo)sexuelles Interesse hatten, als viel mehr am Künstler und seinen Produktionen.

Die Branche reagiert gespalten und NIC erfährt sowohl Lob, als auch Häme und Kritik aus den eigenen Reihen der Schlagerkollegen. Jetzt meldet sich ein Newcomer zu Wort, der diese Meinung überhaupt nicht teilt. Noel Terhorst (aktuelle Single: „Sorry nochmal“), der in den vergangenen zwei Jahren einen Senkrechtstart in der Schlagerbranche hingelegt hat geht mit NIC hart ins Gericht.

„Es ist absoluter Schwachsinn, was NIC da erzählt. Ich selbst hatte ohne unseriöse Hürden die Chance bei „Immer wieder Sonntags“ (DasErste) aufzutreten und damals kannte mich quasi noch keine Sau. Ich war ein echter Newcomer ohne nennenswerte Referenzen und wurde zu dieser Sendung eingeladen.“

Noel Terhorst sagt selbst, dass dieser kleine Teilerfolg das Ergebnis harter Arbeit war. „Wenn man konsequent an sich und an seiner Musik arbeitet, dann wird das irgendwann auch belohnt!“, so der 23-jährige.

„Ob Veranstalter den einen oder anderen Künstler buchen, ist immer die Entscheidung des Veranstalters. Klar kommt der gerichtliche Freispruch trotzdem negativ rüber, was schade und traurig ist, aber am Ende entscheidet immer der Veranstalter oder der TV-Produzent über ein Engagement. Und dass in den einschlägigen TV-Sendungen regelmäßig auch Newcomer stattfinden, dürfte jedem klar sein. Man muss da halt auch mal einschalten.“

NIC, der vor mehr als 12 Jahren mit „Einen Stern“ alle Newcomer in den Schatten gestellt hat, gilt in Fachkreisen als „One-Hit-Wonder“. Nach seinem Erfolgshit kam 2007 noch die Nachfolgeversion „Immer noch“, welche aber schon längst nicht mehr so hoch gelobt wurde, wie einst der berühmte „Stern“. In den vergangenen Jahren seit 2007 kamen dann nur noch mäßig bekannte Veröffentlichungen ohne Hitcharakter. Ein letzter Aufschrei mit „Weißer Stern von Alcunar“ in 2016 brachte auch nicht den erwünschten Erfolg. Durch den gerichtlichen Freispruch wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in 2016 hatte NIC es umso schwerer, überhaupt in der Szene wieder akzeptiert zu werden. Im März 2018 folgte dann der öffentliche Rückzug von NIC.

Noel Terhorst, der aktuell selbst als Newcomer alle erdenklichen Möglichkeiten sucht und nutzt, erfolgreich zu werden, weiß genau, wie hart der Weg sein kann. „NIC scheint hier nur am Ende nochmal viel Aufsehen erregen zu wollen und Aufmerksamkeit zu suchen. Ich glaube, dass das alles eine reine PR-Aktion ist.“

„Ein Stern reicht numal nicht für eine 50-jährige Karriere“, schießt Noel Terhorst mit einem Augenzwinkern in Richtung NIC.

Quelle: Büro Noel Terhorst
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